Body-Mind Centering®

"I see the body being like sand. It´s difficult to study the wind, but if you watch the way sand patterns form and disappear and reemerge, then you can follow the patterns of the wind or, in this case, the mind...mostly what I observe is the process of mind." B.B. Cohen

Body-Mind Centering® wurde von der Tänzerin, Ergotherapeutin und Forscherin Bonnie B. Cohen in den 70er Jahren entwickelt und bis heute in vielen Ländern der Welt unterrichtet.

In der Praxis wird die Aufmerksamkeit auf verschiedene anatomische Gewebestrukturen im Körper gelenkt. Dies ermöglicht ein präzises Gewahr werden spezifischer Körperregionen. Durch diese Kontaktaufnahme beginnt ein innerer Dialog, der sowohl die physische als auch die mentale, emotionale und energetische Ebene miteinbezieht. Die Fähigkeit, Empfindungen differenzierter wahrzunehmen, wird gestärkt. Dies fördert mit der Zeit die Kompetenz, innere Prozesse mit mehr Klarheit zu erfahren.

Diese prozessorientierte und freie Erforschung des Körpers eignet sich sowohl für Profis (Tänzer, Schauspieler , KörpertherapeutInnen) als auch für Menschen die das Ausdruckspotential ihres Körpers in Bewegung, durch Berührung, durch Klang, in der Gruppe oder auch in der Einzelarbeit erfahren wollen.

In meiner Arbeit geht es darum die Körperwahrnehmung zu verfeinern. Eine auf Body-Mind Centering basierende Klasse bietet einen Rahmen in dem spielerisch und forschend die Körpersysteme (Knochen, Muskeln, Organe usw.) durch Übungen, Partnerarbeit und freie Bewegung mit und ohne Musik, erfahren werden können.

Die Bewegungsmuster die in der frühkindlichen Entwicklung durchlebt werden, sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des BMC, sie prägen unsere Aufrichtung, Bewegungsfreiheit und die Art und Weise wie wir mit der Welt in Kontakt sind und wie wir auf die unterschiedlichsten Reize reagieren.

Die frühkindlichen Bewegungsmuster im Erwachsenenalter bewusster zu integrieren und die Strukturen unseres Körpers immer wieder neu zu erfahren, fördert Beweglichkeit, Flexibilität und ein weites Spektrum an Bewegungsqualitäten.

Inneres Gleichgewicht und Zentriertheit können sich mit der Zeit einstellen, wenn es zur Gewohnheit wird, für sich selbst gut zu sorgen und auf die Signale des Körpers acht zu geben.

Das Wort “Embodiment” wird im BMC Kontext oft angewendet:
In meinem Verständnis geht es darum, die Fülle der eigenen Erfahrung zu “verkörpern". D.h. nicht nur intellektuell zu wissen “ Ich habe einen Arm” sondern den Arm in seiner Beweglichkeit, Beschaffenheit und Struktur von innen heraus zu spüren.
In der Erfahrung entstehen immer wieder neue Erkenntnisse und Fragen: “Wie fühlt es sich an? Kann ich meine Muskeln tasten? Ist dort ein Gefühl von Enge oder dehnt sich etwas?” Eine neugierige und offene Einstellung ist der Motor, der das Weiterforschen voran treibt.

Im Prozess des Embodiment kann das feine Zusammenwirken von Körper und Gewahrsein erkannt werden. Sich über den eigenen Zustand und die innere Befindlichkeit gewahr zu sein, unterstützt einen verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und mit den Mitmenschen.

Wenn der Zugang zu unbewussten Körperregionen, Empfindungen, Gefühlen und inneren Bildern ermöglicht wird, kann ein beglückender und zufriedenstellender Prozess der Selbsterkenntnis und der liebevollen Annahme gezündet werden!

Der eigene Körper darf ein sicheres Zuhause sein. In meiner Arbeit pflege ich eine wertschätzende Haltung, die die Vielfalt der individuellen und kollektiven Erfahrungen würdigt.